26. Juni 2007

Grünes Licht für Sanierung

Filed under: PressespiegelJens Wilde @ 18:03

Itzehoe/nr (26.06.2007)

Denkmalschutzbehörde genehmigt Arbeiten an Bismarcksäule / Sponsoren gesucht

Ist die Bismarcksäule in ihren alten „Dornröschenschlaf“ zurückverfallen? In den vergangenen Monaten sah es so aus. Nach außen waren keine Fortschritte in der Sanierung zu erkennen.

„Aber im Hintergrund wurde eineinhalb Jahre lang emsig gearbeitet“, sagt Lars Bessel, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Säule. Und nun sei endlich das ersehnte Ergebnis da: die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises Steinburg hat die vom Verein beantragten Sanierungsmaßnahmen in vollem Umfang genehmigt. „Auf diesen Stempel haben wir lange gewartet“, freut sich Lars Bessel. „Jetzt kann es endlich weitergehen.“

Der Ende 2004 gegründete Verein hatte zunächst dafür gesorgt, dass das lange Zeit vollkommen in Vergessenheit geratene „Kulturdenkmal besonderer Bedeutung“ wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gelangte. Am 15. April 2005 erfolgte nach rund 20 Jahren die Öffnung der Säule, die einst von der Stadt zugemauert worden war. Die Betrachtung durch zahlreiche Gutachter und
Praktiker brachte das ernüchternde Ergebnis: der Bismarckturm ist maroder als gedacht.

Erste Schritte wie die Erneuerung des Treppengeländers oder die Reinigung der Außenanlagen wurden kurzfristig in Angriff genommen – doch dann stockte der Sanierungsprozess. Zwar ist der Turm von außen weitgehend intakt, doch drei der vier Innensäulen (die die Treppe tragen) sind zum Teil über mehrere Meter gerissen.

Nun hat die Denkmalschutzbehörde nach rund 18 Monaten grünes Licht gegeben: Die Säulen dürfen in Kombination aus Kunstharzverpressung und metallischen Mauerankern saniert werden. Auch ein Notdach – um weiteren Feuchtigkeitseintrag zu stoppen – wurde „abgesegnet“.

„Die nächsten Schritte sind damit programmiert“, so Bessel – „vorausgesetzt, wir haben genug Geld.“ Anders als jedoch noch vor einem Jahr geht es nicht um Summen jenseits der 100 000 Euro, sondern um ziemlich genau 15 000 Euro. „Eine stolze Summe“, sagt der Vorsitzende, „aber damit kommen wir auf einenSchlag 16 von insgesamt 18 Metern hoch.“

Bessel hofft bei der Finanzierung in erster Linie auf größere Unternehmen in der Region. „Sollten sich genügend Sponsoren beteiligen, stehen die Zeichen gut, dass die zusätzlich noch notwendigen Mittel aus dem Fond der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fließen könnten.“

Danke für die Unterstützung: