18. Juni 2007

Der "Stempel" ist da – 15.000 Euro fehlen noch

Filed under: Chronik,PressemeldungenJens Wilde @ 07:36

Restaurierung der Bismarcksäule "abgesegnet":
Verein erhält endlich das "Ja" vom Denkmalschutz und sucht Sponsoren

Itzehoe. Fast hätte man meinen können, die Bismarcksäule im Itzehoer Stadtforst wäre wieder in ihren alten "Dornröschenschlaf" zurückverfallen. Doch weit gefehlt: im Hintergrund wurde rund eineinhalb Jahre lang emsig gearbeitet. Und nun ist – wie auf der Jahreshauptversammlung des gleichnamigen Vereins im Mai angekündigt – endlich das ersehnte Ergebnis da: die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises Steinburg hat die vom Verein Bismarcksäule Itzehoe beantragten Sanierungsmaßnahmen in vollem Umfang genehmigt. "Auf diesen Stempel" haben wir lange gewartet", freut sich der erste Vorsitzende, Lars Bessel, "jetzt kann es endlich weitergehen."

Der Ende 2004 gegründete Verein hatte zunächst dafür gesorgt, dass das lange Zeit vollkommen in Vergessenheit geratene "Kulturdenkmal besonderer Bedeutung" überhaupt wieder in den Focus der Öffentlichkeit gelangte. Am 15. April 2005 erfolgte dann nach rund 20 Jahren die Öffnung der damals seitens der Stadt zugemauerten Säule. Nach Begutachtung durch zahlreiche Gutachter wie Praktiker dann das ernüchternde Ergebnis: der Bismarckturm ist maroder als gedacht. Erste Schritte wie die Erneuerung des Treppengeländers oder die Reinigung der Außenanlagen wurden kurzfristig in Angriff genommen – doch dann stockte der Sanierungsprozess. Zwar ist der Turm von außen weitgehend intakt, doch drei der vier Innensäulen (die die Treppe tragen) sind zum Teil über mehrere Meter gerissen.

Nun hat die letztlich entscheidende Denkmalschutzbehörde nach rund 18 Monaten grünes Licht gegeben: die besagten Innensäulen dürfen in Kombination aus Kunstharzverpressung und metallischen Mauerankern saniert werden. Auch ein Notdach – um weiteren Feuchtigkeitseintrag zu stoppen – wurde "abgesegnet".

"Die nächsten Schritte sind damit vorprogrammiert", so Bessel – "vorausgesetzt, wir haben genug Geld." Anders als jedoch noch vor einem Jahr geht es nicht um Summen jenseits der 100.000 Euro, sondern um ziemlich genau 15.000 Euro. "Eine stolze Summe", gibt auch der Vorsitzende zu, "aber damit kommen wir auf Schlag 16 von insgesamt 18 Metern hoch."

Bessel hofft bei der Finanzierung in erster Linie auf größere Unternehmen in der Region, die sich mit einem solchen Projekt durch aus auch "profilieren" könnten. Sollte dies gelingen, stehen die Zeichen gut, dass die zusätzlich noch notwendigen Mittel aus dem Fond der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fließen könnten.

Weitere Informationen gibt es unter www.bismarckturm-itzehoe.de
oder telefonisch unter 0 48 21 / 68 43 – 92.

Mit der Bitte um Veröffentlichung. – Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Lars Bessel, 1. Vorsitzender

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